BürgerInneninformationen 03-2019

Liebe Gleisdorferinnen, liebe Gleisdorfer,

vor Eingang in die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 17. Juni 2019 präsentierte Rot-Kreuz-Ortstellenleiter DI Mario Keusch die Daten und Zahlen des abgelaufenen Rettungsjahres. Die 142 MitarbeiterInnen leisteten bei 11.372 Einsätzen unglaubliche 36.455 ehrenamtliche Stunden und waren dabei 356.946 Kilometer im Dienste des Nächsten unterwegs. Einfach beeindruckend, einfach bemerkenswert, das ist herausragendes Ehrenamt. Die GemeinderätInnen dankten diesem Einsatz mit großem Applaus. DANKE!!!

Danach ging es um zwei Dringlichkeitsanträge. Die FPÖ beantragte ein Glyphosatverbotfür die gesamte Stadt, die SPÖ beantragte alles dafür zu tun, dass der Schutz des Trinkwassersin der Bundesverfassung verankert werde. Die Mandatare der ÖVP haben die Aufnahme dieser beiden Dringlichkeitsanträge in die Tagesordnung abgelehnt, und zwar mit folgenden Begründungen:

  • Beide Materien sind nicht auf Gemeindeebene zu regeln.
  • Die Stadt verwendet in ihrem Wirkungsbereich kein Glyphosat mehr.
  • Für ein darüberhinausgehendes Verbot gibt es auf kommunaler Ebene keine Rechtsgrundlage. Dominik Kutschera (ÖVP) merkte richtig an, dass wir auch nicht durchsetzen könnten, dass ab morgen alle mit grünen Socken gehen müssten – oder z.B. ein Rauchverbot in den Lokalen.
  • Und überdies – und das war wohl das stärkste Argument für die Abstimmung – werden beide Gebiete auf der Tagesordnung der nächsten Nationalratssitzung stehen. Dann gibt es eine bundesweit verbindliche Regelung.

Fragestunde

GRin Cornelia KRAUTSTINGL (SPÖ) fragte an, ob sich die Stadt Gleisdorf bei Förderprogrammenbeteilige und wie viele Mittel von diesen nach Gleisdorf fließen bzw. geflossen sind. Die genauen Zahlen dazu werde ich in der nächsten Sitzung nachreichen. Fakt ist aber, dass beispielsweise der Busbahnhof, der Freizeit- und Bewegungsraum, die Businessregion und andere Projekte von EU, Bund und Land gefördert werden und wir immer versuchen, Fördertöpfe auch auszuschöpfen.

Weiters regte Cornelia KRAUTSTINGL an, die 30er-Zonenbesser zu beschildern und zu kontrollieren, da es immer wieder zu Beschwerden käme. Meine Antwort: Wir sind sicher eine jener Gemeinden, in denen es die meisten großflächigen 30er-Bodenmarkierungen gibt. Darüber hinaus werden immer Verkehrsmessungen durchgeführt, wenn es zu Beschwerden kommt. Die Ergebnisse dieser Messungen werden auch der Polizei mit der Bitte übermittelt, diese Stellen auch verstärkt zu kontrollieren. Die Bemühungen der Stadtwurden deswegen auch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit am Sitzungstagausgezeichnet.

GR Christoph KAIL (SPÖ) stellte fest, dass viele Park&Ride-Plätze am Bahnhof leer blieben und ob man den Öffentlichen Verkehr nicht mit einer erhöhten Förderungseitens der Stadt wieder attraktiver machen sollte. Meine Antwort: Der Öffentliche Verkehr wird in Gleisdorf ausgesprochen gut angenommen. Wir fördern Halbjahres- und Jahrestickets jetzt schon höher als die allermeisten anderen steirischen Gemeinden.

Joachim DOKTER (FPÖ) fragte an, wann die Bauarbeiten am „JET-Kreis“(B64/B54) abgeschlossen und wann die Arbeiten in der Grazer Straße beginnen werden. Meine Antwort: Die Arbeiten an der Raab-Brücke werden voraussichtlich am 8. Juli beginnen. Da sollten die Arbeiten am „Jet-Kreis“ beendet sein – genaueres dazu kann nur die zuständige Landesabteilung beauskunften.

GRin Brigitte WINDISCH (GRÜNE) wollte wissen, wie viele Lehrlingedas Angebot seitens der Businessregion Gleisdorffür eine gratis Saisonkarte angenommen haben. Diese Information werde ich in der nächsten Sitzung nachreichen.


Bericht und Anträge des Bürgermeisters und des Stadtrates

Im Sinne der Gemeindeordnung hat der Bürgermeister über Beteiligungen an Unternehmen regelmäßig zu berichten. Die JUKi (Jugend und Kind) GmbHist ein Unternehmen der Stadt, das für die Kinederbetreuung in den Kindergärten und den Nachmittagseinrichtungen verantwortlich ist. Die JUKi weist für das Jahr 2018 ein negatives Betriebsergebnis von € -652.355,97 aus, was an sich nichts Ungewöhliches ist, da die Kinderbetreuung alle Gemeinden wirtschaftlich belasten und dieser Abgang vom städtischen Budget gedeckt werden muss.

In der Sitzung wurde auch der Gesellschaftsvertraggeändert. Demnach kann in der JUKi GmbH künftig hin auch der Musikschulunterricht für Erwachsene abgebildet werden. Das ist notwendig, weil die neuen Förderrichtlinien des Landes Erwachsene im steirischen Musikschulwesen nicht mehr vorsehen. Diese Änderungen sollen mit dem Schuljahr 2019/2020 wirksam werden.

Den Abschluss dieses Blocks bildete der Bericht über die JUKi KG. Auch dieses Unternehmen ist eine 100%-Tochter der Stadt, die für die Gebäudeerhaltung der Kinderbetreuungseinrichtungen zuständig ist. Deren Betriebsergebnis belief sich im Jahr 2018 auf € 32.716,88.

Steirische Gemeinden sind ermächtigt, von ihren gemeindeeigenen Versorgungsunternehmenfür die Inanspruchnahme des öffentlichen Gemeindegrundes für z.B. Rohr- und Kanalleitungen eine Abgabeeinzuheben. Diese beträgt 3 % der Bruttoeinnahmen des Versorgungsunternehmens und wurde nunmehr auch für die Stadtwerke GmbH rückwirkend ab 1.7.2018 eingeführt.

Zu guter Letzt wurde das Trennstück 1 des Gst. 52/3, EZ 2, KG 68111 Gleisdorf, im Ausmaß von 438 m2, an das öffentliche Wassergut des Landes Steiermark abgetreten, was sich aufgrund einer Endvermessung des Geh- und Radweges „Gleisbach-Schwimmbad“ ergeben hat.

Alle Berichte und Anträge wurden durch die GemeinderätInnen einstimmig zur Kenntnis genommen bzw. beschlossen.


Bericht des Ausschusses für Finanzen, Recht und Wirtschaft
Berichterstatter: Referent GR Mirko A. FRANSCHITZ, MAS (ÖVP)

Für das Bauvorhaben des Abwasserverbandes„Sammler Ludersdorf-Raabquerung“ wird vom AWV ein Darlehenin Höhe von € 700.000,00 aufgenommen. Für den Anteil der Stadtgemeinde Gleisdorf soll diese die Haftung als Bürge und Zahler gem. § 1357 ABGB, jedoch nur bis zu einem Höchstbetrag von € 330.919,00 für Kapital und bis zu einem Höchstbetrag von € 33.091,90 für Zinsen und Nebengebühren übernehmen. Diese Haftungsübernahme wurde einstimmig beschlossen.


Bericht des Ausschusses für Raumordnung, Stadtgestaltung und Standortentwicklung
Berichterstatter: Obmann-Stellvertreter SR DI Fritz AIGNER (FPÖ)

Klimaschutz geht uns alle an. Das Sachbereichskonzept Energieergänzt das Stadtentwicklungskonzept in dieser Hinsicht. Strategien, Zielsetzungen und Maßnahmenpakete werden sich im Bereich der baubehördlichen Verfahren niederschlagen. So werden beispielsweise für die Fernwärmeplanung, deren Ausbau und Optimierung klare Rahmenbedingungen festgelegt. Gerade die Solarstadt Gleisdorf als Förderin und Innovationsträgerin steht dazu, dass es Ziel der Energieraumplanung sein muss, auf lokaler Ebene geeignete Maßnahmen zur Umsetzung globaler, europäischer und nationaler Klimaschutzziele zu verorten.

Ebenso einstimmig verlief die Zustimmung zu notwendigen Ergänzungsbeschlüssenzum Stadtentwicklungskonzept, dem Flächenwidmungsplan und dem räumlichen Leitbild – alle drei Konvolute liegen derzeit zur Prüfung im Amt der Steiermärkischen Landesregierung und sollten mit den nun gefassten Beschlüssen noch im Sommer rechtskräftig werden.


Bericht und Anträge des Ausschusses für Straßenbau, Verkehr, Mobilität und Wirtschaftshöfe
Berichterstatter: Referent GR Ing. Christian KOBER (ÖVP)

Aufgrund einiger Anrainerbeschwerden wurden folgende Gewichtsbeschränkungenbeschlossen und verordnet. Der Bittereggweg wird beginnend in der KG Unterlaßnitz an der Kreuzung mit dem Hartweg bis zur KG Ungerdorf zur Kreuzung Hinterleitenweg mit 7,5 Tonnen beschränkt, ausgenommen ist der Anrainerverkehr. Gleiches gilt für den Kerschenbauerweg im Ortsteil Laßnitzthal. Beide Beschränkungen fanden die Zustimmung aller GemeinderätInnen.

Im Bereich des Verbindungsweges zwischen der Marburger-Gasse und dem Jungbergweg entsteht derzeit ein neuer Wohnbau. Diesem Bereich soll ein eigener Namen vergeben werden. In der Sitzung des Ausschusses Straßenbau, Verkehr, Mobilität und Wirtschaftshof vom 07.05.2019 wurde über den neuen Straßennamen beraten. Der Ausschuss schlägt dem Gemeinderat den Namen „Marburger Weg“ zur Beschlussfassung vor – die GemeinderätInnen folgen diesem Vorschlag.


Bericht und Anträge des Ausschusses für Soziales und Wohnen
Berichterstatterin: Referentin SR Philippine HIERZER (ÖVP)

Die letzte Anpassung der sozial gestaffelten Zustelltarifefür die Lieferung des „Essen auf Rädern“ erfolgte im Juni 2013. Um einerseits jene EssensbezieherInnen mit geringem Einkommen nicht zu benachteiligen und um andererseits die steigenden Kosten (mehr Transportboxen und Ersatzteile, höherer Benzinverbrauch, steigende Lohnkosten aufgrund längerer Zustellzeiten) durch die Essenszustellungen mit Mehreinnahmen zu verringern, wurde folgende Anpassung der Essenszustellgebühren ab 01.07.2019 beschlossen:

  1. Erhöhung der Einkommensgrenzen um € 90,00 pro Einkommensstufe
  2. Anpassung der einzelnen Zustelltarife um 9,1 % (Verbraucherpreisindex 2010, Ausgangsmonat/-jahr Juni 2013 – Vergleichsmonat/-jahr April 2019),
  3. Bei Verzicht auf die Berechnung des sozial gestaffelten Zustelltarifs, wird der jeweilige Höchstbetrag pro Portion in Höhe von € 2,40 (bisher € 1,90) verrechnet.

Bericht und Anträge des Ausschusses für Umwelt und Energie
Berichterstatter:Referent GR Ing. Karl HIERZER (GRÜNE)

In der Sitzung des Ausschusses Umwelt und Energie vom 11.06.2019 wurde über die Petitionfür die Einführung eines 365 Euro-Ticketsfür die gesamte Steiermark beraten und einstimmig befürwortet. Der Gemeinderat unterstützt diese Petition einhellig.

Liebe Gleisdorferinnen und Gleisdorfer, es freut mich, das kommunalpolitische Geschehen in unserer Stadt so transparent wie möglich zu gestalten und hoffe, dass diese Informationen auf Ihr Interesse gestoßen sind. Für weitergehende Fragen stehe ich Ihnen wie immer gerne persönlich zur Verfügung!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

Herzliche Grüße!

Christoph Stark

 
 

CAFÉ MITEINANDER

Café Miteinander

Die Stadt Gleisdorf und die Chance B haben das Café Miteinander ins Leben gerufen – einen sozialen Treffpunkt für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und andere Betreuungspersonen.

  • Datum: 07. Juni 2023
  • Beginn:14:30 Uhr
  • Ende:17:00 Uhr
  • Ort:Gasthof Zöller/Brauner Hirsch, Fürstenfelder Straße 5, 8200 Gleisdorf

Frauenpower "Together"

BLUTSPENDEAKTION

Ihre Unterstützung ist jetzt wichtiger denn je. Blutspenden geht schnell und ist unkompliziert. Bitte nutzen Sie JETZT die Gelegenheit und besuchen Sie uns!

  • Datum: 14. Juni 2023
  • Beginn: 10:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 19:00 Uhr
  • Ort: forumKLOSTER

Vital Digital

Neuer Handy-/Tabletkurs startet!

In der heutigen digitalen Welt sind mobile Geräte wie Handys und Tablets unverzichtbar geworden. Doch nicht jede/r ist mit den neuesten Technologien vertraut. Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, dann haben wir gute Nachrichten! Es freut uns mitteilen zu können, dass Mitte Juni ein neuer Kurs für Handys und Tablets in Gleisdorf startet.

Die erfahrenen Vortragenden vom Technik in Kürze®-Team zeigen in diesem Kurs Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Handy oder Tablet bestmöglich nutzen: von essenziellen Grundfunktionen bis zum Surfen im Internet.

Termine
Der kostenlose Kurs findet immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr im Service-Center der Stadtgemeinde statt und besteht aus insgesamt 4 Einheiten, jeweils 3 Stunden pro Einheit. Der Kurs beginnt am 15.06.2023. Die weiteren Termine sind: 22.06., 29.06., 06.07.2023.

Anmeldung
Wenn Sie Interesse am Kurs haben, melden Sie sich noch heute an: per E-Mail unter nicole.huetter@energieregion.at oder telefonisch unter 0664 88447373. Die Plätze sind begrenzt und werden nach dem "first come, first served"-Prinzip vergeben.

Der Kurs wird durch EU, Bund und Land Steiermark (LEADER) gefördert und von der Energieregion Weiz-Gleisdorf organisiert.


  • Datum:15. Juni 2023
  • Beginn:09:00 Uhr
  • Ende:12:00 Uhr
  • Ort:Service-Center, Rathausplatz 3, 8200 Gleisdorf

JUGENDKINOTAG

MUSIC FRIDAY IN THE CITY

Mit dem "Music Friday in the City" startet die heurige "Music Friday-Saison". Freuen wir uns auf einen Sommer, in dem es immer Freitag am Abend gratis Live-Konzerte gibt!

Eine Aktion mit langer Tradition der Stadtgemeinde Gleisdorf!

Deine Stimme schafft Nachhaltigkeit mit Sinn!

In der Gemeinderatssitzung vom 30.01.2023 haben sich die Mandatar:innen einstimmig zu dieser Petition bekannt. Darin wird das Klimaschutzministerium aufgefordert, die ASFINAG, ÖBB und weitere in seinem Einflussbereich stehende Unternehmen damit zu beauftragen, ihre Infrastruktur für den Ausbau der Erneuerbaren zwingend aufzurüsten. Denn für eine gute Zukunft für alle braucht es jetzt gemeinsame Lösungen für Menschen, Jobs und Klima.

Bitte unterstütze diese Petition!

Wohnung gesucht

Ein 9-jähriges Mädchen ist vor einem Jahr mit seiner Mutter, Tante und Oma aus der Ukraine vor dem Krieg geflüchtet. Marias Papa ist dort geblieben, um sein Land zu verteidigen. Seit einem Jahr haben die vier in unserer Region eine Bleibe gefunden, für die sie sehr dankbar sind. Vor wenigen Tagen wurde mir berichtet, dass diese vier Menschen, die einiges zu verarbeiten haben, seit einem Jahr gemeinsam in einem Zimmer leben. Das sollten wir ändern! Wer kann hier helfen? Um das Mädchen nicht wieder aus der Schule und ihrem neu gewonnen Umfeld zu reißen, wäre eine Wohnung im Raum Gleisdorf fantastisch!

Finanzhilfe des Bundes

Es wurde lange verhandelt, nun ist es fix. Die Gemeinden werden vom Bund mit 1 Milliarde Euro in Zeiten der Teuerung unterstützt.

DANKE!

Beim ÖVP-Stadtparteitag am 18.04.2022 wurde das gesamte Team des Stadtparteivorstandes mit 100% bestätigt, ich durfte mich über 97,6% der Delegiertenstimmen freuen und betrachte es als echten Auftrag für die kommenden fünf Jahre! Vielen Dank für das Vertrauen!

DANKE!

DANKE, DANKE, DANKE! Das sind die Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2020 Gleisdorf, in Klammer die Ergebnisse von 2015:

  • ÖVP: 2565 Stimmen (2955), 57,87% (52,50%), 18 Mandate (17)
  • SPÖ: 558 Stimmen (1358), 12,59% (24,13%), 4 Mandate (8)
  • FPÖ: 441 Stimmen (662), 9,95% (11,76%), 3 Mandate (3)
  • GRÜNE: 868 Stimmen (526), 19,58% (9,34%), 6 Mandate (3)

Die Themen 2020 - 2025

Hier finden Sie all jene Themen, für die mein Team und ich in den kommenden Jahren eintreten und konsequent daran arbeiten werden, diese für unsere Stadt umzusetzen. Dieses Programm ist ein Ergebnis hunderter Hausbesuche, persönlicher Gespräche, zweier Klausuren und vieler inhaltsstarker Diskussionen – ein guter Boden für eine erfolgreiche Zukunft von Gleisdorf!