Tagebuch

Eintrag vom 21.5.2017, 18 Uhr 03

Die Sonderschulen werden abgeschafft - eine kritische Entwicklung


 

Einer der vielen Arbeitskreise am Städtetag in Zell am See widmete sich auch Bildungsfragen. Bundesministerin Sonja Hammerschmid legte hier nicht nur eine Bilanz ihres bisherigen Wirkens vor, sondern bekräftigte abermals den Zug zur Inklusion und dass damit die Abschaffung der Sonderschulen verbunden ist.

Wie hier schon einige Male kundgetan, verstehe ich diesen Schritt, alles über einen Kamm zu scheren, einfach nicht. Mag sein, dass die Sonderschulen in anderen Ländern nach anderen Maßstäben unterrichten und dass es hier vielleicht qualitative Unterschiede gibt.

Wenn sich die Frau Bundesministerin aber einmal die Mühe machen und sich beispielsweise die Allgemeine Sonderschule in Gleisdorf ansehen würde, würde sie erkennen, was diese Schule leistet. Mehr noch: Die Eltern der hier betreuten Kinder haben sich alle Betreuungs- und Bildungsangebote der Region angesehen, geprüft und bewertet. Und sind am Ende zum Schluss und zur Überzeugung gekommen, dass die ASO Gleisdorf die beste Einrichtung für ihre Kinder ist und man hier auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder am allerbesten eingeht.

Also: Warum bitte will man hier perfekte Strukturen und pädagogische Angebote zerstören?

Eintrag vom 20.5.2017, 13 Uhr 59

Herzhaftes Frühstück

Bezirksbäuerin Ursula Reiter

 

Unsere Bäuerinnen boten heute Vormittag am Hauptplatz allerhand Köstlichkeiten an. Eierspeis, Schwammerlsuppe mit Sterz und viele Germmehlspeisen haben die Gäste erfreut. Einfach herrlich mitten im Treiben des Bauernmarktes zu sitzen, viele Menschen zu treffen und dabei auch noch regionale Köstlichkeiten zu genießen. Was will man mehr?

Eintrag vom 19.5.2017, 23 Uhr 38

Der Sinn von Resolutionen, der Blickwinkel des Kanzlers und Premiere für das Kellertheater

Das Kellertheater spielt "4 nach 40"
Das Kellertheater spielt "4 nach 40"
Das Kellertheater spielt "4 nach 40" - Obfrau Heidelinde Ploderer
Bundeskanzler Kern in Zell am See
 

Zum Schluss des Städtetages wurde über die Ergebnisse aus allen Arbeitskreisen berichtet und auch einige Formalbeschlüsse gefasst. Unter anderem eine Resolution – wie jedes Jahr. Und wie jedes Jahr wird auch diese Resolution den gleichen schicksalhaften Weg einnehmen, wie es schon die Resolutionen der letzten Jahre getan haben. Man wird darüber irgendwo berichten, unter Umständen befasst sich ein Unterausschuss im Parlament damit und dann erfolgt der unwiderstehliche Ruf des Rundordners … aber keine Resolution zu verabschieden, geht halt auch nicht.

Hauptakt der Abschlussveranstaltung war die Rede von Bundeskanzler Christian Kern. Seine Ausführungen über die Herausforderungen der Zukunft waren wohlformuliert, rhetorisch perfekt und auch inhaltlich sehr interessant. Dass am Zerwürfnis der Bundesregierung nur die ÖVP Schuld sei, hätte er sich aber sparen können. Bekanntlich gehören zum Streiten meisten zwei (oder mehr) und dass auch die SPÖ hier gute Beiträge geleistet hat, ist wohl unbestreitbar.

Ein paar Autostunden später kann ich im Rathaus einiges von dem erledigen, was in den letzten Tagen liegengeblieben ist.

Im Kulturkeller gab’s am Abend Premierenstimmung. „4 nach 40“, ein Stück von Fritz Schindlecker, wurde von der neuen Formation „Kellertheater Gleisdorf“ aufgenommen und auf die Bühnenbretter gebracht. Die vier begeisterten Schauspieler begeisterten auch ihr Publikum, was in einen frenetischen Applaus mündete. Gratulation zur mehr als gelungenen Premiere!

Eintrag vom 18.5.2017, 23 Uhr 36

Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn

Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn mit Minister Andrä Ruprechter
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
ÖVP-Netztwerktreffen
ÖVP-Netztwerktreffen mit Gernot Blümel
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
Gipfeltreffen am Kitzsteinhorn
 

Auch der zweite Tag stand heute ganz im Zeichen der Digitalisierung, die mit Riesenschritten auf uns zukommt. In den einzelnen Arbeitskreisen wurden dazu viele Fakten beleuchtet und diskutiert. Ich widmete mich vor allem dem Thema „Amazon versus Innenstadthandel“. Hier waren einige hochinteressante Keynotespeaker am Werk, die über Trends und auch Fakten berichteten. Und Fakt ist, dass das Gesicht einer Stadt die Innenstadt ist. Fakt ist auch, dass diese Innenstädte den Handel brauchen, um attraktiv zu sein. Umgekehrt weniger. Und Fakt ist leider auch, dass in den nächsten 5 – 10 Jahren aufgrund des Onlinehandels rund 20% des stationären Handels verschwinden werden. Das wiederum ist eine echte Problemstellung für die Innenstädte.

Im Rahmen des Städtetages traf sich auch das ÖVP-Städte-Netzwerk auf einer herrlichen Dachterrasse und das bei sommerlichen Temperaturen. Und auch hier: Man spürt den Aufbruch in der ÖVP, den Sebastian Kurz durch seinen Schritt an die Spitze angestoßen hat.

Am Abend kam es dann zum „Gipfeltreffen“ am Kitzsteinhorn. Die OrganisatorInnen verdienen hier einen römischen Einser! Denn rund 1000 TeilnehmerInnen in Bussen zur Seilbahn, mit dieser dann auf 2500 Meter zu schaffen, alle bestens zu verköstigen und dann auch wieder zurück in die Hotels zu bringen, das war eine logistische Meisterleistung.

Eintrag vom 17.5.2017, 21 Uhr 51

67. Städtetag in Zell am See

Der Zeller und der Gleisdorfer Bürgermeister ;-)
Prof. Viktor Mayer-Schönberger
Michael Häupl eröffnete den Städtetag
 

Exakt eine Stunde dauerte das heute traditionelle Jour Fixe – eine gute Informationsquelle für den beruflichen Alltag. Am späteren Vormittag startete ich dann in Richtung Zell am See, wo der Österreichische Städtetag stattfand.

Dieses Treffen der BürgermeisterInnen und MandatarInnen der Österreichischen Städte stand diesmal ganz im Zeichen der globalen Digitalisierung aller Lebensbereiche. Üblicherweise wird der Städtetag vom Bundespräsidenten eröffnet, der sich diesmal aufgrund der politischen Gegebenheiten in Wien entschuldigen ließ. So lag es an Bürgermeister Dr. Michael Häupl, seines Zeichens Präsident des Städtebundes, diesen Kongress zu eröffnen.

Zum Start war ein ehemaliger Zeller angereist. Viktor Mayer-Schönberger wuchs in Zell auf und widmete sich dann der großen weiten Welt. Er unterrichtete in Havard und derzeit in Oxford und gilt als Spezialist in Sachen „Big Data“. Ein spannender und ausgesprochen gut gemachter Vortrag!

Eintrag vom 16.5.2017, 22 Uhr 15

GemeinderätInnen auf der "Schulbank"

iPad-Schulung im Gemeinderat
 

Der Frage, wie man den Wirtschaftsstandort der Region Gleisdorf noch besser etablieren, entwickeln und vermarkten kann, stand heute im Mittelpunkt einer Diskussion mit UnternehmerInnen und politischen Vertretern. Dabei wurde abermals klar, dass die Unternehmen im Raum Gleisdorf eigentlich eine klare Hauptsorge haben: Nämlich ausreichend und geeignete MitarbeiterInnen für ihre Firmen zu bekommen. Der Fachkräftemangel ist hier in faktisch allen Branchen spürbar. Die Diskussion war in Summe eine sehr konstruktive mit klaren Aufgaben für die kommenden Wochen.

Gleich in der Folge tagten die Bürgermeister der Kleinregion Gleisdorf. Das einzige Thema war das Update zum „Mobilitätsprojekt“, das ja von der EU und dem Land Steiermark kräftig gefördert wird.

Eine Wohnbauangelegenheit führte mich zu Mittag nach Graz, wieder in Gleisdorf ging es um Marketingfragen und um Aufgaben der Energieregion.

Am Nachmittag tagte die Gemeinderätliche Personalkommission, wo einzelne personelle Veränderungen aber auch gesetzlich notwendige Evaluierungen beraten wurden.

In der Sitzung des Ausschusses „Straßenbau, Verkehr und Wirtschaftshof“ wurde heute Vizebürgermeister Peter Schiefer offiziell zum Obmann und damit zum Nachfolger des ausgeschiedenen Gemeinderates Erwin Gruber gewählt. Im Eilzugstempo wurden dann einige Projekte beraten und beschlossen.

Der Abend gehörte der gemeinderätlichen Fortbildung. Seit Jahren schon kommuniziert das Rathaus mit den GemeinderätInnen elektronisch. Dazu verwenden die MandatarInnen eigene iPads, deren Handhabung und technischen Feinheiten heute unterrichtet wurden.

Eintrag vom 15.5.2017, 09 Uhr 33

Ein historischer Lostag


 

14. Mai 2017, der Tag, um unsere Mütter zu ehren und vielleicht ein historischer Lostag für unser politisches System.

Wenn in den letzten Jahren etwas Konstanz hatte, dann war es das gemeinschaftliche Lamento über unsere Bundesregierung und die hohe Politik. Da gab es eine Vielzahl von Neuanfängen, das Beschwören eines neuen Weges, neue Köpfe – in immer gleichbleibenden Politkasten.

Und nun tritt einer, dem aus allen Ecken unserer Gesellschaft viel zugetraut wird, auf die frei gewordene Bühne der ÖVP-Spitze, um zu verkünden, dass alles anders wird. Damit hat er aller Voraussicht nach Recht, trifft die politische Sehnsucht vieler und hat vermutlich auch den einzigen Weg gefunden, um wirklich etwas Neues zu machen. Etwas, was den Menschen das Vertrauen in die Politik zurückbringt, Türen öffnet, viele kluge Köpfe in die Politik bringt, die bisher keine „Aparatschiks“ waren. Summa summarum ein echter Lichtblick. Unbestritten.

Kraft seiner mit viel Fleiß, Gespür und großem Talent erworbenen politischen Attraktivität wird es Sebastian Kurz gelingen, eine neue Bewegung ins Leben zu rufen, die – auf Basis seiner politischen Herkunft – den Rückhalt und Zuspruch der ÖVP haben wird, die im Übrigen auch wenig Alternativen in der derzeitigen Situation hat. Mit dem Rücken zur Wand bzw. zum Abgrund der politischen Unbedeutsamkeit kann man sich die Wege nicht wirklich aussuchen.

Wie auch immer, der gestrige Schritt von Sebastian Kurz wird nur der erste von vielen noch folgenden sein. Für seinen Mut, seine Vision und auch für seine Konsequenz zolle ich ihm meinen größten Respekt. Wenn Sebastian Kurz von einer neuen „Bewegung“ spricht, hat er wohl uneingeschränkt Recht. Da gerät vieles in Bewegung. So viel, dass heute noch nicht abschätzbar ist, wohin uns dieser Impuls bringen wird.

Meine Unterstützung hat Sebastian Kurz. Denn es ist die Aufgabe der Politik, Probleme und Herausforderungen unserer Zeit und der Zukunft zu lösen. Die Komplexität dieser Aufgaben braucht neue Rezepte, neue Herangehensweisen. Einfach eine neue Politik, zu der Sebastian Kurz fähig ist.

Eintrag vom 13.5.2017, 22 Uhr 52

Der Buchfink ist gelandet


 

Alle ExpertInnen sind sich darüber einig, dass viele Problemstellungen unserer Zeit – und das reicht von kriegerischen Auseinandersetzungen bis hin zum Klimaschutz – mithin auch eine Frage der Bildung ist. Je tiefer die Durchdringung der Gesellschaft mit Wissen reicht, umso größer ist die Chance auf nachhaltige Verbesserungen für unsere Gesellschaft. Und Bildung hängt unmittelbar mit einer essentiellen Fähigkeit zusammen: Dem Lesen. Wiederum viele ExpertInnen sehen hier das ernste Problem, dass die Lesefertigkeit mehr und mehr in Gefahr ist. Auch in hochentwickelten Gesellschaften wie hier in Mitteleuropa. Immer mehr Menschen haben Probleme, sinnerfassend zu lesen – dementsprechend schwierig wird es mit dem Wahrnehmen von Bildungsangeboten.

Gerade unter diesem Blickwinkel möchte ich auf das 1. Gleisdorfer Lesefestival „Buchfink“ zurückblicken, das das Lesen während einer ganzen Woche in der Stadt in den Vordergrund gerückt hat. Bei vielen Veranstaltungen wurden in der Tat tausende Menschen erreicht und ihnen das Lesen schmackhaft gemacht. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere Birgit Ferstl und Betram Riegler unserer Büchereien, dem Team unserer Kultur- und Marketingabteilung, hier im Besonderen Mag.a Eva Lassnig, Claus Schwarz und dem ganzen Team der Buchhandlung Plautz und von ganzem Herzen unserem Kulturreferenten und Motor Alois Reisenhofer. DANKE euch allen!

Der „Buchfink“ wird sich 2018 wieder in die Lüfte erheben und auf seinem Flug zum Lesen einladen.

Heute Abend hat der Buchfink seinen Erstlingsflug mit vielen Zwischenstationen einmal beendet und ist im forumKloster gelandet. Und zwar bei einer von Werner Krause (Kleine Zeitung) moderierten sehr besonderen Lesung mit den Autoren Radek Knapp und Tex Rubinowitz.

Eintrag vom 12.5.2017, 16 Uhr 59

Rebekka Hackl eröffnet ihr Atelier - die Musikschule öffnet ihre Türen

Rebekka Hackl bei ihrer Ateliereröffnung
Rebekka Hackl bei ihrer Ateliereröffnung
Tag der offenen Türe im Haus der Musik
Tag der offenen Türe im Haus der Musik
 

In der Gleisdorfer Familienwerkstatt (Hauptplatz 9) geht es heute und morgen im Rahmen des Buchfink - Lesefestivals um sehr kreative Aufgaben rund um das Lesen. Z.B. mit Feder und Tusche drucken und binden von Büchern, Papierschöpfen oder um das „recycelte“ Buch als Kunstobjekt.

Ich bleibe bei der Kunst: Die untere Bürgergasse ist um einen Kunstimpuls reicher! Rebekka Hackl eröffnete heute ihr neues Atelier in der Bürgergasse 41 und macht damit ihre Kunst permanent für die Öffentlichkeit zugänglich. Alles Gute, viel Erfolg und DANKE für diese Entscheidung!

Währenddessen wir uns mit Rebekka Hackl freuten, ging in Wien Sebastian Kurz vor die Kameras. Wie gewohnt klar und deutlich. Zumindest über jenen Teil, zu dem Kurz heute Stellung beziehen konnte. Man darf gespannt sein, welche Konditionen am Sonntag ausverhandelt werden. Auf jeden Fall stehen die Zeichen auf vorgezogene Neuwahlen. Daran dürfte wohl im Großen und Ganzen nichts mehr ändern. Ein heißer Sommer und Herbst stehen uns bevor.

Die Musikschule Gleisdorf lud am Nachmittag zum Tag der offenen Türe und zum Schulfest. Beim Spaziergang durch die Schule tönten aus allen Räumen die verschiedensten Instrumente, Stimmen, Stilrichtungen und Jung und Alt drängelten sich durch das Haus der Musik. Es ist schon ein Erlebnis, wenn man sich vor Augen führt, welche Bandbreite an musikalischer Bildung in diesem Haus angeboten wird.

Wieder im Rathaus geht es mit einem Vertreter der ASFINAG um die beiden Brücken in Nitscha bzw. in der KG Arnwiesen. Von der Brücke, die über die Autobahn führt, hat sich diese Woche wieder ein Mensch in den Tod gestürzt. Es ist ausschließlich dem Zufall zuzuschreiben, dass hier nicht weitere unbeteiligte Menschen zu Schaden gekommen sind. Die gegenständliche Situation ist unerträglich. Seit vielen Jahren. Und seit der Fusion bin ich dran, hier etwas in Gang zu bringen. Ich halte fest: Es ist mehr als zäh. Nun habe ich die Gangart verändert und den Ton verschärft. Man darf gespannt sein, ob die Mühlen nun spürbar schneller mahlen werden.

Den Rest des Abends werde ich im schönsten Schuhgeschäft des Landes verbringen. Im Rahmen der Gleisdorfer Einkaufsnacht darf ich meine liebe Frau traditioneller Weise unterstützen und fungiere im Geschäft POPCORNER am Hauptplatz als Kellner.

Eintrag vom 11.5.2017, 23 Uhr 07

Die Politik und die Medien

Der vorgestrige Einstieg in die ZIB2
Interview mit Doris Beck-Zehetleitner vom ORF Steiermark
Vorlesen in der Volksschule
 

Heute wurde an besonderen Orten gelesen. Gemeinsam mit unserem Herrn Kaplan, Kultrurreferent Alois Reisenhofer und anderen durfte ich diesen Tag ganz besonders beginnen - nämlich mit dem Vorlesen in der Bibliothek der Volksschule Gleisdorf. Ein echtes Erlebnis, das mich an jene Zeiten erinnerte, als ich noch meinen Kindern vorgelesen habe. Das damalige Ziel war aber ein anderes: Mit schönen Gedanken einschlafen … was mir dabei auch hie und da gelungen ist.

Es sei genug, meinte Reinhold Mitterlehner, und als einen kleinen Punkt hat er dabei auch die ZIB2 erwähnt. Eine Anspielung auf die ÖVP-Obmann-Debatte am Beginn der vorgestrigen Sendung. „Diese Anspielung hat Mitterlehner offenbar persönlich getroffen, was mit leid tut, das war natürlich nicht meine Absicht.“ Meinte ORF-Starmoderator Armin Wolf bei seiner Einleitung der gestrigen ZIB2 zur politischen Headline des Tages.

Mitterlehner nannte für seine Rücktritt drei Gründe: Das friktionsvolle Zusammenspiel mit dem Koalitionspartner, innerparteiliche Schwierigkeiten und auch die Medien. Neben den Hauptproblemen auf Bundesebene stellt sich für mich schon die Frage, wie unsere heimischen Medien, vor allem der öffentlich-rechtliche ORF, mit der Politik in ihrer Gesamtheit umgehen. Wie viele für diesen Job herausragend geeignete Menschen würden diese Aufgabe nie und nimmer angehen, weil man dann eben solchen journalistisch fragwürdigen Botschaften ausgesetzt ist. Oder würde es Ihnen Spaß machen, wenn man Ihnen sagt „Die Totengräber warten schon!“?
An einer politischen Klimaverbesserung können viele mitwirken. In erster Linie die Politik selbst, aber auch den Medien kommt hier ein gutes Stück an Verantwortung zu.

Stichwort Medien. Der ORF Steiermark war heute gleich zwei Mal an meiner Meinung und Einschätzung interessiert. Einmal Birgit Zeisberger für die Radio Steiermark Mittagsnachrichten, dann Doris Beck-Zehetleitner für Steiermark heute.

Wie auch immer sich der ÖVP-Bundesparteivorstand entscheidet, es kann aus meiner Sicht nur zwei Wege gehen: Entweder Neuwahlen, und die so rasch wie möglich. Oder eine echte Zusammenarbeit auf Bundesebene nach dem Vorbild der Steirischen Partnerschaft, mit der auch etwas weitergeht. Eine Mischung aus beiden (so zu tun, als wolle man eh bis Herbst 2018 arbeiten, aber in Wirklichkeit arbeitet man nur an schnellen Neuwahlen) wäre den WählerInnen gegenüber nicht ehrlich.

Zurück zur lokalen Ebene:

Vor einigen Monaten habe ich im Bereich des Wirtschaftshofes und der Gärtnerei ein innerbetriebliches Vorschlagswesen eingeführt. Rund 25 Vorschläge sind seither eingegangen, über einige neue Ideen durfte die Steuerungsgruppe heute diskutieren und auch befinden.

Um Vorschläge und auch Wünsche ging es am Nachmittag mit Vertretern des FC Gleisdorf. Der erfolgreiche Weg hat natürlich auch mehrere Auswirkungen. Z.B. den regen Zuzug von Kindern und Jugendlichen zum Fußballsport, aber auch technische Notwendigkeiten stellen sich in der nächsten Zeit.

Einige weitere Gespräche rundeten den Tag ab.

Eintrag vom 10.5.2017, 23 Uhr 54

Das Maß ist voll

Nahm seinen Abschied: Reinhold Mitterlehner - Foto (C) oevp.at
Die Lesereise durch die Stadt
 

Nach dem wöchentlichen Jour Fixe empfing das Team des Bauamtes eine Delegation aus unserer ungarischen Partnerstadt Nagykanizsa, die sich für unser System der Straßenerhaltung interessierte.

Das Lesefestival „Buchfink“ ging unterdessen in seine 5. Runde: Die Volksschule Gleisdorf veranstaltete am Vormittag eine Leseparade. Die SchülerInnen spazierten dabei in Begleitung der Lesepatinnen von der Volksschule Gleisdorf Richtung Hauptplatz und jede/r SchülerIn präsentierte dabei ihr/sein Lieblingsbuch als bewegliche dekorative Lesesäule.

Eine ganz andere „Baustelle“ tat sich dann zu Mittag auf:

Mit den Worten „Es reicht“ hat schon einmal ein ÖVP-Obmann einen Schlussstrich gezogen. Damals war es Wilhelm Molterer, der damit Neuwahlen einläutete. „Es reicht“ hat Reinhold Mitterlehner heute nicht direkt gesagt, es war aber zwischen den Zeilen eindeutig zu hören. Bei ihm war das Maß offensichtlich voll. Parteiinterne Dauerquerelen, Reibungen mit dem Koalitionspartner, Medien, die seit Wochen nur mehr über den Rücktritt berichten – all das geht jedem einmal an die Substanz. Ehrlich gesagt, verstehe ich Reinhold Mitterlehner. Nun sind die hellen Köpfe im ÖVP-Bundesvorstand und die mächtigen Ländervertreter gefragt, eine zukunfts- und wahltaugliche Neuausrichtung zu fixieren.

Das Nachmittagstreffen hätte da heute zeitlich nicht besser passen können. Auf Einladung von ÖVP-Bezirksparteiobmann DI Andreas Kinsky beehrte ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer heute den Bezirk Weiz, besser gesagt das Zuhause unseres Bezirksparteiobmanns. An diesem denkwürdigen Tag war das Interesse der 80 geladenen Gäste an den Aussagen von Harald Mahrer natürlich besonders groß. Mahrer spannte einen weiten Bogen der Regierungsarbeit und machte klar, dass es einen Neuanfang braucht, bei dem sich die ÖVP jetzt und in Zukunft nicht selber im Weg stehen dürfe. Ein spannenden Nachmittag mit sehr fundierten und interessanten Aussagen aus dem Ressort des Staatssekretärs.

Von dort ging es direkt zur Vorstandssitzung des Sozialhilfeverbandes Weiz, der heute im Bezirkspflegeheim in Gleisdorf tagte. Nach einer guten und intensiven Diskussion sind hier wirklich wichtige und zukunftsweisende Beschlüsse gefallen, über die ich an dieser Stelle später noch berichten darf.

Apropos später: Deutlich später als geplant traf ich zum Tagesabschluss beim Buschenschank Maurer ein, wo Lesefestival „Buchfink“ Station machte. Diesmal sorgte die Literatin Andrea Wolfmayr für ein volle Haus und begeisterte ZuhörerInnen.

 

 
 

Philharmonischen Klänge

Die „Philharmonischen Klänge“ sind auch heuer wieder zu Gast in Gleisdorf. Dieses Mal beehren uns „Viola, Flöte & Harfe“. Die drei Musikerinnen der Wiener Philharmoniker Daniela Ivanova (Viola), Karin Bonelli (Flöte) und Anneleen Lenaerts (Harfe) spielen Werke von: J.S. Bach, F. Schubert, C. Debussy, G.Fauré, B. Smetana, M.Ravel. Diese Matinee wird von Ö1-Moderatorin Renate Burtscher begleitet.

Sonntag, den 28. Mai 2017, um 11:00 Uhr im Haus der Musik

Weitere Infos und Kartenreservierung unter: www.kultur-land-leben.at

Ausstellung Michael Raimann

Als freischaffender Künstler produziert Michael Raimann zeitgenössische Collagen, Skulpturen, Installationen und arbeitet immer wieder mit innovativen Mischtechniken, die eine Synthese der unterschiedlichen Materialien wie Metall, Acryl oder Bitumen mit einbezieht.

Vernissage: Do. 04.05.2017, 19.00 Uhr, Museum im Rathaus
Ausstellungsdauer: Fr. 05.05.2017 bis Sa. 27.05.2017
Öffnungszeiten: Fr. 16.00 bis 18.00 Uhr, Sa. 10.00 bis 12.00 Uhr

Die Themen 2015 - 2020

Hier finden Sie all jene Themen, für die mein Team und ich in den kommenden Jahren eintreten und konsequent daran arbeiten werden, diese für unsere Stadt umzusetzen. Dieses Programm ist ein Ergebnis hunderter Hausbesuche, persönlicher Gespräche, zweier Klausuren und vieler inhaltsstarker Diskussionen – ein guter Boden für eine erfolgreiche Zukunft von Gleisdorf!